Als ich mir diesen Vortrag angesehen habe, überkam mich neben Wut, Hass, Trauer und der Einsicht, dass mir diese Informationen vorher schon in abgespeckter Form bekannt gewesen sind, ich aber meinen aktuellen Ärger mit der Pharma-(Lobby)-Industrie ohne die “nicht aktuellen” Gräueltaten und Verbrechen an der Menschlichkeit, geschürt habe, auch das Gefühl der Inhaltsverwandschaft zu meinen letzten zwei Artikeln.

Da wäre zum einen der Stop(p) von Softwarepatenten in Europa, zum anderen überhaupt eine Reform des dreckigen Patentgeschäftes weltweit. Mir ist es immer noch schleierhaft wie man dem Herrn Zuse (und höchstwahrscheinlich (Hundert-)Tausenden anderen erfolglosen Patentanmeldenden) das Patent auf den Computer nicht geben konnte/wollte, weil alle verwendeten Bauteile schon vorhanden, in dieser Form aber noch nie zusammengesetzt worden sind. Demgegenüber stehen hunderttausende von Patenten deren Bauteile ebenso schon vorhanden sind und welche dennoch ein Patent auf das Baukastenprinzip erhalten. Ich musste zB. schmunzeln als ich beim Poker schauen erfuhr, dass einer der Mitspieler das Patent auf die Pokerkamera für das Fernsehen hält. Kurzgefasst also ein Tisch, eine Stichsäge, Plexiglas und eine Kamera. Dies dem Computer gegenüber gestellt steht doch meines Erachtens nach in gar keiner Dimension zueinander!

Ähnlich sehe ich es bei Softwarepatenten. Alle haben den gleichen Baukasten, einen Computer und eine Programmiersprache. Damit werden grundlegende Funktionen programmiert/entwickelt/erfunden die heute zum Standard und Alltag eines jeden gehören. Wenn also der Halter des Patentes einer so trivialen Funktion wie “Verwandte Artikel in einem Webshop anzeigen” sich durch die größten IT-Unternehmen (google, ebay, yahoo, …) der Welt klagt, hat man doch zum einen den üblen Beigeschmack: “Wann bin ich als kleiner Hansel mit meinem kleinen Webshop dran?” und zum anderen kommt man auf so geistreiche Vergleiche wie: “Das ist als wenn man ein Patent aufs Scheißen gehen durchkriegen würde.” Und auch das ist gar nicht so weit hergeholt, denkt man an Patente auf Genveränderte Nahrung > ein einzigstes kleinstes Teilchen wird geändert und Schwupps, ist es was ganz anderes, vor allen Dingen etwas patentierbares. Noch abartiger wird es dann, wenn man Dinge wie “Aufkauf/Vernichtung von nicht genveränderter Pflanzen/Samen zur Monopolbildung” oder “Gene welche die Saat nur ein einzigstes mal aufgehen lassen und danach nutzlos werden (natürlich auch zur Monopolbildung)” beachtet. Die Parallele zu elektronischen Geräten, welche kurz nach Auslauf der Garantie das zeitliche Segnen sind doch auch an dieser Stelle gar nicht so weit hergeholt.

Um meinen Redefluss an dieser Stelle wieder abzufangen und die Verwandschaft zum zweiten Artikel, nämlich dem Billion-Dollar-O-Gram, herzustellen verweise ich auf die Rechte untere Ecke (Über dem Riesen Block der Kosten der Weltwirtschaftskrise). Die Pharmazeutische Industrie ist dort gelistet mit Schlappen 825 Milliarden Dollar, davon 21 Milliarden Dollar in Form von Geschenken an Ärzte sowie schlappe 19 Milliarden Dollar für Anti-Depressiva. Dem gegenübergestellt die alternative Medizin mit tatsächlich Schlappen 34 Milliarden Dollar. Wen wundert es denn, dass die Menschen in einer – hinter den Kuliisen – so abartigen Welt sich das letzte Stück Leben mit Antidepressiva aus dem Körper saugen lassen? Na mich jedenfalls nicht!

Schlussworte an alle die sich diesen Vortrag von Anfang bis Ende anschauen: “Es lebe die Chemotherapie, es lebe die EU, es lebe die Gleichschaltung, es lebe die Ausbeutung und Vernichtung des Menschen durch menschenähnliche Zustände und zu guter letzt, es lebe das Vergessen!”

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